Heizöl News und Preisentwicklung

12.12.2018

Heizölpreise bleiben erstmal stabil

Rückblick:

Die Rohölpreise haben gestern wieder zulegen können. Der Auslöser für den Preisanstieg ist der große US-Rohölbestandsabbau. Die Bestände fielen innerhalb einer Woche über 10 Mio. Barrel laut den jüngsten API-Daten von gestern. Zusätzlichen Auftrieb gab die Meldung, dass sich US-Präsident Donald Trump den Beginn der Handelsgespräche mit China bekannt gegeben hat.
Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich gestern leicht rückläufig. Grund für den Rückgang ist eine technische Abwärtsdynamik, die durch den Abprall des Widerstands bei 1,14 $ ausgelöst wurde.

Aussicht:

Der Heizölpreis steigt heute leicht an.
Grund dafür sind die Produktionskürzungen der OPEC+-Gemeinschaft beginnend im Januar, die dazu dient, die drohende Überversorgung einzugrenzen.
Russland hingegen hat bereits angekündigt im Januar rund 160.000 B/T weniger als vereinbart vom Markt zu nehmen,
Dazu kommen nun die Ausfälle in Libyen von über 400.000 B/T, sowie die Kürzungen Kanadas von rund 325.000 B/T und die Abschaltung eines Ölfeldes vor der schottischen Küste.
Es ist fraglich, wie weit die Produktionsausfälle sich auf den Preis auswirken.
Dennoch können die getroffenen Maßnahmen nun erst einmal einen Boden für die Preise bilden.

Preistreibend:

↑ Große US-Rohölbestandsabbauten laut API
↑ Libyens Ölförderung um 0,3 Mio. B/T gesunken
↑ OPEC kürzt Produktion um 1,2 Mio. B/T
↑ Kanada kürzt Ölproduktion ab Januar um 325.000 B/T
↑ USA und China setzen Handelsstreit vorerst aus
↑ Buzzard Ölfeld abgeschaltet
↑ Verschärfte Iran-Sanktionen treten in Kraft
↑ Kontinuierlich sinkende Ölproduktion in Venezuela

Preisdrückend:
↓ Russland braucht für Umsetzung der Kürzungen "mehrere Monate"
↓ Ölnachfrage vor Einbruch im Januar
↓ USA erteilen Ausnahmeregelungen zu Iran-Sanktionen
↓ Nachfragesorgen in Entwicklungsländern

Jahresübersicht

Durchschnittlicher Heizölpreis für Norddeutschland bei 2.500 l Abnahme