Heizöl News und Preisentwicklung

18.06.2018

Preisobergrenze ausgereizt?

Rückblick:
Die Rohölpreise haben am Freitag deutlich nachgegeben. Grund für den starken Rückgang sind Spekulationen auf eine steigende Rohölförderung. Russland deutete nach einem Treffen mit Saudi-Arabien an, dass beide Ölnationen offen für ein anheben der Rohölförderung seien.

Der Euro konnte am Freitag gegenüber dem US-Dollar leicht zulegen. Grund für den leichten Anstieg ist eine Gegenbewegung von den deutlichen Verlusten am Donnerstag. Die Sorge auf einen globalen Handelskrieg belastete den US-Dollar zusätzlich.

Aussicht:
Der iranische Repräsentant bei der OPEC hat sich am Wochenende klar zu den Spekulationen über ein Ende der Produktionskürzungen geäußert. Es gebe drei Gründungsmitglieder der OPEC, die gegen eine Produktionsanhebung seien und dieses Vorhaben stoppen werden, so sein Hinweis. Saudi-Arabien und Russland hatten die Reduzierung der Produktion zu Januar 2017 federführend eingefädelt. Mittlerweile befürworten beide allerdings eine Anhebung der Produktionsmengen, da die Förderung in Venezuela unbeabsichtigt deutlich gefallen ist und auch dem Iran ein negativer Effekt durch die US Sanktionen droht. Einige Länder, insbesondere Venezuela, Irak und Iran haben allerdings keine Möglichkeit mehr zu fördern. Bei einer Anhebung der Quoten wären diese die Verlierer, da sie den Preisrückgang nicht mit zusätzlichen Verkäufen kompensieren könnten.



Preistreibend:
↑ Venezuela: erklärt bedingtes Force Majeure
↑US-Sanktionen gegen den Iran
↑Drohende Sanktionen gegen Venezuelas Ölexporte


Preisdrückend:
↓ Russland hat Förderung im Juni angehoben
↓ Saudi-Arabien hat Ölproduktion bereits erhöht
↓ OPEC und Russland thematisieren Lockerung der Produktionsquoten
↓ Zölle zwischen China und USA könnten Ölnachfrage dämpfen.

Jahresübersicht

Durchschnittlicher Heizölpreis für Norddeutschland bei 2.500 l Abnahme