Heizöl News und Preisentwicklung

18.04.2019

US-Präsident möchte hohe Ölpreise vermeiden

Rückblick
In der ersten Hälfte des gestrigen Börsentages zogen die Rohölfutures leicht an und fanden ihr Tageshoch bei 72,26 Dollar. Später dann verloren sie wieder und gingen mit einem leichten Minus aus dem Handel. Daran änderten auch die nachmittags veröffentlichten US-Ölbestandsdaten des Department of Energy, die Abbauten bei Rohöl-, Benzin- und Mitteldestillatvorräten aufwiesen, nichts. Am Karfreitag bleiben die Rohölbörsen der NYMEX und ICE geschlossen. Ostermontag jedoch findet ein normaler Handel statt. Bei einem impulsarmen Handel mit relativ geringem Volumen festigte sich gestern der Euro und durchbrach die Marke bei 1,13 US-Dollar. Später fiel das Kursniveau wieder leicht ab. Insgesamt hält sich die Gemeinschaftswährung jedoch in diesem Bereich.

Aussicht:
Solange die preistreibenden Faktoren der vergangenen Tage noch aktuell sind, wird sich an dem recht stabilen Preisniveau vermutlich erstmal nichts ändern. Momentan wartet man auf eine Entscheidung der USA, ob die Sanktionen gegen Venezuela und den Iran verschärft oder abgestumpft werden sollen. Unklar ist man sich vor Allem deswegen, weil der US-Präsident weitere Exporte des Irans reduzieren aber trotzdem hohe Ölpreise vermeiden möchte. Auch die Kämpfe in Libyen sorgen für Unsicherheiten am Markt, bisher gab es aber keine Ausfälle der Exporte. Wie sich der Ölpreis in der zweiten Jahreshälfte entwickelt ist noch nicht bekannt, daher nutzen bereits viele unserer Kunden die aktuelle Preissituation zur Bevorratung für den nächsten Winter.


Preistreibend:
↑ US-Ölbestandsveränderungen API
↑ USA haben Sanktionen gegen Venezuela verschärft
↑ Libyen droht neuer Bürgerkrieg
↑ Kasachstan kürzt Produktion im April und Mai deutlich
↑ USA wollen Iran-Rohölexporte um weitere 20 % drücken
↑ Saudis werden Ölförderung im April weiter drosseln

Preisdrückend:
↓ OPEC Monatsreport
↓ Brasilien steigert Ölproduktion
↓ Russland deutet Ende der Produktionskürzungen an
↓ US-Schieferölproduktion zeichnet sich ab

Jahresübersicht

Durchschnittlicher Heizölpreis für Norddeutschland bei 2.500 l Abnahme