Heizöl News und Preisentwicklung

23.01.2020

Entwicklung bleibt abzuwarten

Rückblick
Die Rohölfutures weiteten ihre Kursverluste am gestrigen Handelstag weiter aus. Neben der rekordhohen US-Ölproduktion und charttechnischem Verkaufsdruck war es auch die Sorge um eine Beeinträchtigung der Reiseaktivität und des Ölverbrauchs nach Ausbruch des Coronavirus, die das Ölpreisniveau abfallen ließ.
Auch heute Morgen setzten die Futures etwas zurück. In der Nacht wurden die US-Ölbestandsschätzungen des American Petroleum Institute veröffentlicht, die unerwartet hohe Aufbauten bei Rohöl und Produkten aufwiesen.

Aussicht:
In Libyen bleibt die Situation noch unverändert angespannt. Mit der Blockade der Ölterminals und einer wichtigen Pipeline ist die Förderung des Landes bereits um knapp 0,8 Mio. B/T gesunken und ein weiterer Rückgang ist nicht auszuschließen. Da man in der ersten Jahreshälfte überversorgt hat, machen sich die Marktteilnehmer keine großen Sorgen.
Es ist also ein innenpolitisches Problem. Die Bevölkerung ist sehr unzufrieden, sodass General Haftar die Blockade wohl nicht mehr lange aufrecht halten kann.
Der Coronavirus ist mittlerweile zum Hauptthema an den Finanzmärkten und Ölbörsen geworden. Die Experten befürchten einen starken Einfluss auf die Weltwirtschaft und die Ölnachfrage.
Alle Reisen von und nach Wuhan wurden nun eingestellt.
Die Futures an den Ölbörsen setzen die zuletzt bearishe Tendenz fort. Damit sind die Inlandspreise für Heizöl in den Morgenstunden auf das niedrigste Niveau seit Anfang vergangenen Jahres gefallen.
Wie es sich in den nächsten Tagen entwickeln wird, bleibt abzuwarten.
Preistreibend:
↑ Shell: Force Majeure auf Bonny Light
↑ Libyens Ölexporte weitestgehend gestoppt
↑ Iran reichert Uran in unbegrenztem Umfang an
↑ OPEC+ beschließt zusätzliche Produktionskürzung um 0,5 Mio. B/T
Preisdrückend:
↓ US-Ölbestandsveränderungen API
↓ Kuwait bestätigt Restart des Wafra-Ölfeldes im März
↓ Coronavirus beeinträchtigt Reiseaktivität und Ölverbrauch
↓ Monatsberichte EIA, IEA, OPEC
↓ USA werden Strafzölle gegen China zunächst beibehalten
↓ USA drohen dem Irak mit Sanktionen bei Truppenabzug


ICE Brent 62,55
EUR/USD 1,1084


Jahresübersicht

Durchschnittlicher Heizölpreis für Norddeutschland bei 2.500 l Abnahme