Heizöl News und Preisentwicklung

09.04.2020

Das OPEC+-Treffen bleibt das Thema

Rückblick:

Die Rohölfutures starteten gestern mit leichten Aufschlägen in den Tag, diese wurden im weiteren Tagesverlauf zunächst wieder abgegeben. Der am Mittwochnachmittag veröffentlichte Ölbestandsreport des DOE verdeutlichte die Überversorgung am Ölmarkt und setzte den Preisen zu. In den späteren Abendstunden wendete sich jedoch das Blatt und die Preise kletterten wieder aufwärts. Die Futures gingen nahe dem Tageshoch aus dem Handel.
Preisstützend wirkt weiterhin das angekündigte Meeting der OPEC+ Staaten am heutigen Donnerstag, sowie Meldungen über Produktionskürzungen seitens Russlands. Es könnte eine Einigung im Preiskampf zwischen Russland und Saudi-Arabien erzielt werden.

Der Eurokurs zeigte sich am gestrigen Handelstag trotz zwischenzeitlicher Verluste nahezu unverändert.

Aussicht:

Auch heute dreht sich alles um das Treffen der großen Förderstaaten. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass eine Produktionskürzung beschlossen wird. Je nach Umfang der Kürzungen werden die Ölpreise anziehen. Der Ölmarkt bleibt sehr schwankend in Abhängigkeit von der Entscheidung. Unseren Kunden empfehlen wir, die Tanks zu prüfen und rechtzeitig Heizöl zu bestellen, da das Bestellvolumen außerordentlich hoch ist.


Preistreibend:
↑ OPEC+ Treffen wird von G-20 Energiegipfel begleitet.
↑ Trump: Saudis und Russen wollen Ölproduktion massiv reduzieren
↑ Saudi-Arabien fordert Sondersitzung der OPEC+
↑ Alberta offen für Kürzungen
↑ USA wollen Lagerkapazitäten der strategischen Reserven vermieten
↑ US Schieferölproduzenten bitten um Produktionskürzung von 20%
↑ Raffinerien in Europa und USA reduzieren ihre Auslastung
↑ Texas prüft Einführung von Produktionsquoten

Preisdrückend:
↓ US Ölbestandsveränderungen API
↓ EIA Monatsreport
↓ Trump: freier Markt wird Produktion automatisch regulieren
↓ IEA: OPEC+ kann Markt nicht kontrollieren
↓ Trump droht mit Zölle auf Ölimporte
↓ Saudi-Arabien steigert Produktion auf über 12 Mio. B/T
↓ Irak hebt Produktion und Exporte um 0,2 Mio. B/T an.
↓ Goldman: Nachfragerückgang könnte 30 Mio. B/T betragen
↓ Weitreichende Reiseeinschränkungen in Europa und USA