Heizöl News und Preisentwicklung

17.09.2019

Folgen des Angriffes noch nicht absehbar

Rückblick

Die Drohnenangriffe auf die größte Raffinerie Saudi-Arabiens am Samstag führten zu einem Preissprung wie es ihn seit Jahrzenten nicht gab. Das gestrige Startniveau lag weit über 70 Dollar je Barrel.
Zwischenzeitlich setzten die Futures etwas zurück. Meldungen über eine kurzfristige Wiederherstellung von Teilen der Ölproduktion dämpften genauso wie die Ankündigung des US-Präsidenten, dass strategische Ölvorräte freigegeben werden, sollte es notwendig sein.
Spekulationen um den Urheber der Angriffe und eine mögliche militärische Auseinandersetzung ließen die Preise später wieder steigen.


Aussicht:

Die Ölpreise werden vorerst weiter schwankend sein. Wichtiger Faktor um Ruhe in den Markt zu kriegen ist die Reparatur der Saudischen Raffinerie. Doch bis dort wieder der normale Betrieb startet könnte es Wochen, gar Monate dauern. Es besteht das Risiko mit weiteren militärischen Eskalationen und geopolitischen Spannungen, die sich stützend auf die Preise auswirken. Einen Schuldigen für den Drohnenangriff konnte noch nicht ausgemacht werden. Derzeit werden Beweise gesichtet und der Schaden analysiert. Sollte der Iran involviert sein, könnte das zu weiteren Spannungen führen.

Das vorherrschende Thema am Finanzmarkt waren die jüngsten Ereignisse in Saudi-Arabien. Jedoch setzten gestern auch Aussagen von Notenbankern dem Euro zu. Griechenlands Notenbankpräsident Stournaras sowie der Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank Lane gehen auch nach dem Führungswechsel an der EZB-Spitze von einer Fortführung der ultralockeren Geldpolitik aus.
Preistreibend:

↑↑ Angriff auf größte Raffinerie in Saudi-Arabien
↑ Saudische Ölproduktion um 5,7 Mio. B/T eingebrochen
↑ Russlands Ölproduktion Anfang September leicht gesunken
↑ USA verschieben nächste Runde von Strafzöllen um 2 Wochen
↑ Expansive Maßnahmen der EZB und anderer Notenbanken
↑ Handelsgespräche zwischen China und USA für Oktober geplant

Preisdrückend:

↓ Monatsberichte EIA, OPEC, IEA
↓ OPEC Förderung im August gestiegen

Jahresübersicht

Durchschnittlicher Heizölpreis für Norddeutschland bei 2.500 l Abnahme