Heizöl News und Preisentwicklung

10.12.2018

Starker Preisanstieg bleibt nach OPEC-Entscheidung aus

Rückblick:
Die Rohölpreise haben am Freitag deutlich zugelegt. Grund für den Anstieg ist der Kürzungsabschluss der OPEC- und nicht OPEC-Staaten. Geplant ist eine Reduzierung der Rohölförderung von 1,2 Mio. Barrel am Tag ab Anfang nächsten Jahres. Ob die Förderkürzung ausreicht, um das Angebot zu verknappen, bleibt abzuwarten. Denn angesichts der Erwartung einer Verlangsamung des globalen Wirtschaftswachstums war eine Förderkürzung nötig.

Die europäische Gemeinschaftswährung konnte wieder etwas zulegen und steigt über 1,14 US-Dollar. Enttäuschende US-Arbeitsmarktdaten setzten den US-Dollar unter Druck und gaben somit dem Euro Auftrieb.


Aussicht:
Zum Wochenstart hat die Entscheidung der OPEC-Staaten und andere Förderländer für eine Festigung der Heizölpreise gesorgt. Die Förderstaaten haben sich auf eine Kürzung in Höhe von 1,2 Mio. B/T geeinigt, da diese nicht direkt umsetzbar ist, bleibt die Preisrallye aus. Dazu ist es fraglich, ob der Deal ausreichend ist, um eine Überversorgung in 2019 zu vermeiden.

In Süddeutschland hat es endlich seit Langem ordentliche Niederschläge gegeben und die Versorgungslage kehrt in die Normailität zurück. DIe Schiffe können wieder mit voller Beladung fahren und die Heizölpreisaufschläge sinken allmählich.




Preistreibend:
↑ Förderkürzung der OPEC+-Staaten
↑ US-Ölbestandsveränderungen DOE
↑ Kanada kürzt Ölproduktion ab Januar um 325.000 B/T
↑ USA und China setzen Handelsstreit vorerst aus
↑ Buzzard-Ölfeld abgeschaltet
↑ Verschärfte Iran-Sanktionen treten in Kraft
↑ Kontinuierlich sinkende Ölproduktion in Venezuela

Preisdrückend:
↓ OPEC-Produktion im November gestiegen
↓ Ölnachfrage vor Einbruch im Januar
↓ USA erteilen Ausnahmeregelungen zu Iran Sanktionen
↓ Nachfragesorgen in Entwicklungsländern


Jahresübersicht

Durchschnittlicher Heizölpreis für Norddeutschland bei 2.500 l Abnahme