Fahrer verdienen Respekt

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Die Politik sorgt sich darum, dass Versorgungsengpässe entstehen könnten und will die Logistik optimieren: Die Vorschriften für Lenk- und Ruhezeiten sowie das Sonntagsfahrverbot werden gelockert. Was aber vergessen wird: Auf den Lkw sitzen Menschen, die die Versorgung am Laufen halten. Und wer versorgt die Fahrerinnen und  Fahrer?
Ein Kamera-Team ist jetzt der Frage nachgegangen, wie es den Berufskraftfahrern geht, wenn sie immer häufiger vor geschlossenen oder nicht mehr gereinigten Sanitäranlagen stehen, die Duschmöglichkeiten weniger werden und das Essen nur noch zum Mitnehmen rausgegeben wird, sodass sie nach einer Zwölf-Stunden-Schicht auf dem Bock auch noch ihre Mahlzeiten hinter dem Lenkrad zu sich nehmen sollen.
Auf dem Hoyer-Autohof Hamburg Süd erfuhr das Team viel Lob von den Fahrern: Die Toiletten sind stets sauber, die Duschen sogar kostenlos und das Essen ist lecker, auch wenn es verpackt wird, damit es in der Fahrerkabine verzehrt werden kann. Dabei ist das Hoyer-Team überzeugt: „Wer sich in dem Maße für die Versorgung der Bevölkerung auch in Krisenzeiten einsetzt und die Arbeitszeiten ausweitet, um wieder Ware in die Supermarkt-Regale zu schaffen, hat sich Respekt verdient – und den Anspruch auf Tisch und Stuhl fürs Essen.“ Gerne würden die Hoyer-Autohöfe ihre Gastro-Bereiche für die Lkw-Fahrer wieder öffnen – nur für Lkw-Fahrer und unter Beachtung aller Hygiene-und Abstandregeln, versteht sich. Entsprechende Anträge auf Ausnahmegenehmigung sind gestellt, Antworten allerdings bislang ausgeblieben. Von Seiten des niedersächsischen Verkehrsministeriums heißt es derweil: „Grundversorgung für die Fernfahrer ist rund um die Uhr sichergestellt.“
Der Beitrag von Eurotransport ist jetzt online auch auf Youtube zu sehen.