QR-Code für die Hoyer-Keimzelle

Foto 1 - QR-Code für die Hoyer-Keimzelle


Ein weiteres Gebäude mit historischer Bedeutung für Visselhövede wurde jetzt mit einer Info-Tafel mit QR-Code versehen: Am Stammhaus der Firma Hoyer in der Rotenburger Straße schraubten Firmen-Chef Heinz-Wilhelm Hoyer und Bürgermeister Ralf Goebel jetzt gemeinsam das Schild an.
„In dem Gebäude gründete mein Großvater Wilhelm Hoyer 1924 das Familienunternehmen, das sich weit über die Grenzen der Stadt hinaus entwickeln sollte. Den Anfang machten Produktion und Vertrieb von Ölen, Wagenschmiere, Bohner- und Treibriemenwachs unter dem Markennamen Viska. Zudem wurden weitere landwirtschaftliche Bedarfsartikel zunächst per Fahrrad, später auch mit dem Motorrad zu den Kunden gebracht“, erklärt der heutige Chef des Unternehmens, der mit seinen Söhnen schon die vierte Generation in die Leitung geholt hat.
Zur weiteren Entwicklung gibt die Firmenchronik Auskunft: Mit der allgemeinen Motorisierung wurden nach 1945 auch Kraftstoffe und Gase ins Portfolio des Betriebes aufgenommen. Erste Tankstellen entstanden und Produkte wurden per Lkw ausgeliefert. Das Unternehmen wuchs stetig, sodass 1992 die Umsiedlung ins Gewerbegebiet Celler Straße nötig wurde. Dort entstand ein Mineralöl- und Flüssiggas-Umschlaglager, das in Norddeutschland zu den größten und modernsten zählt. „Hier lagern ständig rund sechs Millionen Liter Flüssiggas, Heizöl, Diesel- und Vergaserkraftstoffe sowie Schmierstoffe“, sagt Heinz-Wilhelm Hoyer. Inzwischen beschäftigt die Unternehmensgruppe, die 2002 auch das traditionsreiche Finke-Mineralölwerk übernahm, mehr als 1.500 Mitarbeiter am Stammsitz Visselhövede und an den  mehr als 80 Firmenstandorten bundesweit. Hoyer: „Damit zählt Hoyer Energie und Technik  inzwischen zu den größten konzernunabhängigen Mineralöl-Produktions- und Handelsunternehmen in Deutschland.“
Bürgermeister Ralf Goebel griff selbst zur Bohrmaschine, um diese Tafel als erste der nächsten Charge mit zwölf Hinweisen zu befestigen: „Mir hat das richtig Spaß gemacht, zumal ich von der Idee mit diesen Tafeln, die auf den früheren Gewerbevereinsvorsitzenden, Matthias Gutermann, zurückgeht und dann vom damaligen Stadtarchivar, Werner Hamann-Korgel, umgesetzt wurde, nach wie vor begeistert bin. Ich habe auch schon einige Male gesehen, wie von der Möglichkeit, über den QR-Code mehr über die jeweiligen Gebäude zu erfahren, Gebrauch gemacht wurde.“
Weitere Informationen zur Firmengeschichte und zum Unternehmen Hoyer gibt es auf www.hoyer-energie.de. Außerdem können historisch Interessierte am Firmensitz in der Rudolf-Diesel-Straße 1 Tanksäulentechnik und weitere Exponate aus der Firmengeschichte besichtigen.