deutsch / englisch

Schiffsbetriebsstoff für gewerbliche Schifffahrt

Binnenschifffahrt

Dieselqualität (GODKrot)
Hoyer Schiffsbetriebsstoff ist ein Standard-Kraftstoff, der aufgrund seiner Verwendung für die gewerbliche Binnenschifffahrt eine steuerfreie Anwendung erlaubt. Dieser Kraftstoff kann bis zu 7 % Biodiesel enthalten, ist auf Wunsch der Schiffseigner aber zumeist biofrei und wird zur Kennzeichnung rot eingefärbt. Der Schwefelanteil bei diesem Produkt beträgt maximal 10 ppm.

Power-Dieselqualität
Als Alternative zum Standard-Schiffsbetriebsstoff empfiehlt sich besonders im Schiffsantrieb ein Kraftstoff mit verbesserten Lager- und Verbrennungseigenschaften. Die Erfahrung hat gezeigt, dass speziell die großvolumigen Schiffsmotoren von den Power-Wirkstoffen besonders positiv beeinflusst werden und deutliche Einsparungen durch eine optimierte Verbrennung erfolgen. Auch die verbesserte Lagerstabilität ist in Verbindung mit hoher Luftfeuchtigkeit ein absolutes Muss.

Seeschifffahrt

MGO/DMA 0,1% und andere Schweröle
Hoyer See-Schiffsbetriebsstoffe sind nach der ISO 8217/2010 produziert und teilweise zum Einsatz in der SECA Zone geeignet (Schwefelgehalt von max 0,1). Diese Kraftstoffe enthalten keinen Biodieselanteil!

Unser Marine-Gasöl hat einen max. Schwefelgehalt von 0,1%, einen min. Flammpunkt von 60° C und ist rot eingefärbt,da es sich um ein steuerbefreites Produkt für die Seeschifffahrt handelt.

Der Schwefelanteil bei Produkten aus Schweröl liegt derzeit bei 3,5% und bei dem „Ultra Low sulphur Fuel Oil (ULSFO)“ bei maximal 0,1%.

Aufgrund des zu hohen Schwefelgehalts nicht zulässig für die Binnenschifffahrt!
 

Additive

Flowguard – zusätzlicher Kälteschutz

Mischungsverhältnis 1:1.000

Flowguard enthält sogenannte Keimbildner, die dem auskühlenden Paraffin eine Unmenge von Kondensationskernen anbieten, in denen sich die Wachskristalle gewissermaßen verzetteln. Das heißt, statt weniger gefährlich großer Kristalle bilden sich zigtausende winzig kleine Kristalle, die problemlos durch die Leitungen und Filter gelangen. Mehr noch: Ein Oberflächenbegrenzer umhüllt die Paraffinkristalle ähnlich wie eine Orangenschale die Frucht und verhindert so sicher, dass Kristalle doch noch aneinander andocken können.

Wir empfehlen, Flowguard schon rechtzeitig im Spätsommer oder Herbst einzusetzen und es bei Plusgraden dem Heizöl/Diesel zuzugeben. Flowguard muss frostfrei gelagert werden.

Die Vermischung funktioniert besser, je höher die Temperatur des Heizöls/Diesels ist. Bei Temperaturen unter Null Grad wird die Durchmischung schlechter. Bei sehr niedrigen Temperaturen, wenn die Produkttrübung (Cloudpoint) bereits begonnen hat, kann Flowguard sogar wirkungslos auf den Tankboden sinken. Um bei sehr kalten Außentemperaturen den Diesel (oder das Heizöl) zu additivieren, empfiehlt es sich, die oft wärmere Raffinerieware zu laden und im Tankwagen bereits vorzumischen.

Grotamar® – gegen Mikroorganismen

Mischungsverhältnis 1:4.000 Prävention
1:1.000 Schockdosierung

Kondenswasser und Wärme bilden die Grundlage für das Wachstum unerwünschter Keime im Heizöl und Dieselkraftstoff. Sie bilden Schlamm und organische Säure, was zu Filterverstopfungen und Korrosion führt. Oft handelt es sich dabei um braune, klebrige Ablagerungen. Grotamar® 82 ist ein Biozid, das Mikroorganismen wie Bakterien, Pilze und Hefen zuverlässig und schnell abtötet.

Bei technisch auffälligen Anzeichen wie Filterverstopfungen ist eine Schockdosierung mit einem Mischungsverhältnis 1:1.000 des Tankinhaltes notwendig. Eine Vorlösung oder Durchmischung ist nicht erforderlich. Es kann direkt dem möglichst entwässerten Tank zugegeben werden. Nach der Anwendung können abgetötete Mikroorganismen Filter verstopfen und einen Filterwechsel erfordern. Bei einer hohen Verschlammung des Tanks sollten vor der Behandlung Tank, Leitungen und Filter gereinigt werden. Für eine vorbeugende Wirkung ist eine Dosierung von 1:4.000 empfehlenswert.

Spezialthemen - Praxistipps

Winterbetrieb

Als Winterware bezeichnet man den DIN-Norm-Kraftstoff, der ab 15.11. eines Jahres mit einem CFPP von max. -20°C ausgeliefert wird. Der CFPP ist der sog. Cold Filter Plugging Point und beschreibt den Punkt, an dem eine genormte Menge durch einen genormten Filter gerade noch so durchfließt.

Eine Verstopfung des Kraftstofffilters kann bereits erfolgen, obwohl die Temperatur gemäß CFPP noch nicht erreicht ist. In der Praxis kommen folgende Faktoren hinzu, die das tatsächliche Fließverhalten des Dieselkraftstoffes negativ beeinflussen können:

  • die immer feinere Filtertechnik in den Fahrzeugen
  • der Biodiesel-Anteil im Standard-Kraftstoff
  • Eiskristalle
  • niedrigere „gefühlte“ Temperaturen – durch Wind

Die Reinhaltung des Kraftstoffsystems, des Lager- und Fahrzeugtanksist der wichtigste Faktor, damit in Grenzbereichen der Filter nicht verstopft.

Folgende Diesel-Tipps gibt es für den Winterbetrieb:
  1. Säulen und Kraftstoffl eitungen isolieren
  2. Power-Schiffsbetriebsstoff ganzjährig tanken
  3. Filter rechtzeitig vor der kalten Jahreszeit wechseln
  4. Als Zusatzschutz Flowguard im Verhältnis 1:1.000 einfüllen
  5. Fahrzeuge windgeschützt abstellen

Saisoneinlagerung

Die Einlagerung von Saisonfahrzeugen führt hin und wieder zu Problemen. Ausgerechnet dann, wenn die Fahrzeuge und Maschinen benötigt werden, sind die Filter verstopft. In quasi allen solchen Fällen wurde im Vorjahr ein Standard-Kraftstoff mit 7 % Bioanteil eingefüllt.

Warum kann das problematisch sein?
Mineralischer Diesel hat aufgrund gesetzlicher Vorgaben generell einen Biodiesel-Anteil von 7 %. Der wirkt hygroskopisch, das heißt: Wasser wird angezogen. Besonders bei längerer Lagerung verstärkt sich dieser Effekt, der Kraftstoff „altert“ schneller als normal und es kann sich dadurch ein idealer Lebensraum für Hefen, Pilzen oder Bakterien im Kraftstoff bilden. Zusätzlich problematisch ist es, wenn die Einlagerung mit Sommerkraftstoff vorgenommen wird. In der kalten Jahreszeit können sich Kälterückstände, besonders aus dem Biodieselanteil, bilden.

Wie kann man das Risiko minimieren?
Wir empfehlen mindestens unseren Power-Schiffsbetriebsstoff einzusetzen. Seine besonderen Wirkstoffe erhöhen die Lagerstabilität und reduzieren dadurch den Alterungsprozess.

Die Einlagerung der Fahrzeuge sollte, falls möglich, frühestens ab Oktober (-10°C Übergangsware) oder ab Mitte November (-20°C Winterware) erfolgen. Ansonsten ist auf jeden Fall Flowguard im Verhältnis 1:1.000 beizumischen. Zur weiteren Vorsorge noch wird empfohlen, Grotamar® zur Keimhemmung von Bakterien im Verhältnis 1:4.000 einzusetzen. Damit ist die höchstmögliche Absicherung vorhanden.

Empfehlungen noch einmal zusammengefasst:

  1. In der Saison mit Power-Schiffsbetriebsstoff fahren
  2. Winterware einfüllen und Flowguard beimischen
  3. Grotamar® im Verhältnis 1:4000 einsetzen
  4. Tanks möglichst volltanken

Tankreinigung

Eine regelmäßige Tankreinigung erhöht noch einmal die Betriebssicherheit und erhält die Langlebigkeit des Lagerbehälters. Trotz aller Vorkehrungen durch Power Produkte und Sorgfalt mit der Tankanlage ist eine wiederkehrende Tankreinigung unbedingt zu empfehlen.

Allgemein marktübliche Empfehlungen:
für Dieselkraftstoffe alle 5-7 Jahre
für RME Bioheizstoff alle 2-3 Jahre

 

Produktfolder

Productfolder

download